Kinderurologie

Die Kinderurologie ist ein Teilgebiet der Urologie und beschäftigt sich mit der Diagnose und der Behandlung urologischer Probleme, die speziell bei Kindern auftreten und manchmal bis ins Erwachsenenalter Auswirkungen haben.

In der Regel fallen den Eltern oder auch den Kindern selber Veränderungen oder Probleme auf, die primär vom Kinder- oder Hausarzt erstuntersucht und oft vom niedergelassenen urologischen Kollegen (an-)behandelt werden. Wir möchten Ihnen daher einen Überblick über die häufigsten kinderurologischen Krankheitsbilder hier in der Klinik für Urologie und Kinderurologie Sigmaringen geben.

Prinzipiell werden alle Untersuchungen und die allermeisten Operationen ambulant durchgeführt. Das heißt, die Eltern begleiten ihr Kind und dürfen es nachmittags wieder mitnehmen.

Vorstellung in der Sprechstunde (auf Überweisung vom Urologen):

Es wird die Krankengeschichte (= Anamnese) aufgenommen, eine körperliche Untersuchung und ggf. apparative Untersuchungen wie Ultraschall durchgeführt und mit Ihnen besprochen. Sollte eine so genannte invasive Diagnostik zumeist dann auch in Narkose (z.B. Blasenspiegelung oder Kontrastmittelröntgen) oder Operation nötig sein, so werden Sie speziell darüber aufgeklärt. Daher wäre es sehr wünschenswert, wenn alle Erziehungsberechtigten (also Mama und Papa) mitkämen. Sollte die nicht möglich sein versichert sie mit ihrer Unterschrift das Einverständnis des weiteren Erziehungsberechtigten.

Spezialfall ambulante Operation (z.B. Circumcision = Beschneidung):

Es stellen sich Kind und Eltern ambulant am besten einige Tage vor dem Eingriff vor. Bitte Krankenkassenkärtchen und evtl. einzunehmende Medikamente oder eine Medikamentenliste sowie Überweisung mitbringen! Die Indikation (also ob und in welchem Umfang der Eingriff nötig ist) wird überprüft und manchmal noch Untersuchungen vervollständigt. Alle Beteiligten werden ausführlich und kindgerecht über den Eingriff mit möglichen Folgen informiert. Es erfolgt auch ein Gespräch mit den Kollegen der Narkoseabteilung. Wenn es gewünscht wird, kann auch unsere ambulante Station (Station K) vorab kennengelernt werden, um Ängsten vorzubeugen. Insbesondere ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind offen über das Bevorstehende sprechen. Sollten Fragen offen bleiben sprechen Sie uns bitte an.
Am Operationstag sollten Sie sich mit Ihrem nüchternen Kind um ca. 7h im Urologischen Sekretariat 1. Stock Zi. **** bei Frau Löffler oder einer Kollegin von ihr melden. Nüchtern heißt, das Kind sollte morgens nichts essen oder trinken, auch Kaugummi oder Bonbons sind leider nicht erlaubt, um die Magentätigkeit vor der Narkose nicht anzuregen. Bei Kleinkindern werden Ihnen die Narkoseärzte spezielle Hinweise geben. In der Regel dürfen Kleinkinder bis 4h vor dem Eingriff noch Milch und bis 2h vorher noch klare Flüssigkeit zu sich nehmen. Ihr Kind wird auf Station K vorbereitet, d.h. Umziehen in OP-Hemdchen und Einnahme einer sogenannten Prämedikation. Das ist eine Substanz, die Ihr Kind etwas schläfrig und ruhiger macht, so dass die Verabschiedung in der OP-Schleuse leichter fällt und die Narkoseeinleitung angenehmer für Ihr Kind verläuft. Meistens wird es sich an die letzten Minuten vor der Narkose nicht mehr erinnern. Ist Ihr Kind nach dem Eingriff im Aufwachraum, werden sie dazu gerufen, so dass es in Ihrem Beisein richtig wach wird. Bald danach können Sie wieder auf Station K zum ausschlafen. Wenn das Kind wieder fit ist, ein Getränk (bitte nach Rücksprache mit den Krankenschwestern) vertragen hat, findet ein Entlassgespräch mit dem Operateur/-in statt, bei dem auch ggf. nochmals ein Wundverband angeschaut wird und nochmals Gelegenheit für Fragen besteht. Es werden Ihnen Kurzbriefe und ggf. eine Rücküberweisung mitgegeben.
Unter der Woche werden die weiteren urologischen Kontrollen in aller Regel durch die einweisenden niedergelassenen Kollegen/-innen erfolgen. Bei Eingriffen am Freitag bieten wir eine ambulante Kontrolle am Samstag oder auch Sonntag meist gegen 10-11h auf Station C (1. Stock) an. Bei Problemen ist außerdem jederzeit der telefonische Kontakt mit dem diensthabenden Kollegen/-gin möglich. Dazu bitten wir Sie, sich über die Zentrale 07571-100-0 oder die Station C 07571-100-2419 verbinden zu lassen.
Histologische (= feingewebliche) Befunde und ausführlichere Briefe werden im Nachhinein per Post an die Zuweiser und selbstverständlich an Sie selber verschickt.